Die Leere zwischen uns

Teil 4 · ~240 Wörter · ~2 Min. Lesezeit
Jeden Abend quälen mich dieselben unausweichlichen Gedanken – welchen Weg soll ich in meinem Leben gehen? Liebe ist ein schweres, zermürbendes Thema. Man verliebt sich, glaubt, das Richtige gefunden zu haben, nur um irgendwann festzustellen, dass es doch nicht passt.

Zweisamkeit ist schön, ein wärmendes Gefühl der Nähe – doch kaum ist sie da, entgleitet sie auch wieder. Plötzlich ist alles anders. Zurück bleibt ein Gefühl, das kaum zu greifen ist. Es existiert und doch nicht. Leer und zugleich übervoll. Unbeschreiblich.

Und dann sind da die Gedanken, die sich festbrennen wie Flammen, die nicht verlöschen. Sie kommen, setzen sich fest, bleiben. Selbst wenn du dich schlafen legst, sind sie noch da, raunen dir ins Ohr, lassen dich nicht los.

Also suchst du Ablenkung. Alte Bekanntschaften tauchen wieder auf, und plötzlich ist da jemand – Leo. Ihr schreibt euch den ganzen Tag, ein Gespräch fließt ins nächste, und mit jeder Zeile wächst die Vertrautheit. Dein Herz schlägt schneller, dein Bauch sagt ja, doch dein Kopf mahnt nein.

Es wäre so einfach, wenn da nicht Jan wäre – dein Partner. Du sprichst mit Freunden, mit deinem Therapeuten, suchst Rat, suchst Klarheit. Aber mit jeder Überlegung wird die Unsicherheit größer. Ist Jan wirklich dein Halt oder zieht es dich längst zu Leo?

Ein Teufelskreis, ein Labyrinth aus Gefühlen. Du weißt, dass du nur durch Reden einen Ausweg finden kannst. Doch davor hast du Angst. Denn was, wenn du die falsche Entscheidung triffst?

Ach, was soll man tun?